Unternehmen / Finanz

Das lange Warten auf Cembra

Analyse | Auch wenn es sich wacker schlägt, ist die Krise für das Konsumkreditinstitut noch nicht ausgestanden.

Der Optimismus war verfrüht. Obschon die Schweiz die Coronarestriktionen gelockert hat, bleibt die Situation international fragil. Neue Varianten, Impfmüdigkeit und steigende Fallzahlen bremsen die Erholung. Das spürt auch Cembra. Zwar blickt die Konsumkreditbank zuversichtlich in die zweite Jahreshälfte. Spricht der neue CEO Holger Laubenthal aber von der erwarteten Erholung, bleibt er vage. Das Umfeld ist zu unsicher für Prognosen. Ein Blick auf das erste Halbjahr zeigt, warum.

Denn die Pandemie trifft Cembra überall da, wo es wehtut. Beispielsweise im Kreditkartengeschäft. Wegen Reiserestriktionen sind die margenträchtigen Gebühren auf internationale Kartenzahlungen weggebrochen. Seit Mai geht es zwar wieder aufwärts, wie die Volumen zeigen. Auch ist Cembra im Inland stärker als der Markt gewachsen. Doch bestimmend bleibt, ob sich die Situation im Ausland stabilisiert und Reisen wieder problemlos möglich werden. Mit der grösseren Nachfrage im Inland lässt sich der Ausfall nicht kompensieren. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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