Unternehmen / Finanz

CEO St. Galler KB: «Neue Risiken werden unterschätzt»

Christian Schmid, CEO der St. Galler Kantonalbank, erklärt, wie das Institut vom Zinsgeschäft unabhängiger werden will.

Als CEO einer Kantonalbank ist Christian Schmid mit branchenweiten Herausforderungen konfrontiert. Dank richtiger Weichenstellungen leidet sein Institut allerdings weniger unter den Negativzinsen als der Durchschnitt der Branche.

Herr Schmid, was waren die grossen ­Themen in Ihren ersten Monaten als CEO?
Ich habe den Übergang extrem fliessend erlebt, da ich schon dreizehn Jahre in der Geschäftsleitung bin. Ich habe eine sehr solide Bank übernehmen können. Das gilt es mit aller Kraft fortzuführen.

Trotzdem haben Sie vielleicht Ideen, ­welche Bereiche man forcieren sollte?
Einen grossen Eingriff haben wir 2012 ­gemacht, als wir uns vom internationalen Private Banking zurückgezogen haben. Seitdem konzentrieren wir uns ne­ben dem Pfad als regional orientierte ­Kantonalbank auf ergänzendes Wachstum in drei Feldern: externe Vermögensverwalter, institutionelle Anleger sowie Private Banking in der Deutschschweiz und in Deutschland.

«Insgesamt liegt der Anteil deutscher Kunden inzwischen bei etwa 14% der verwalteten Vermögen.»

In Deutschland hat es gedauert, bis sich der Erfolg eingestellt hat. Was ist der ­aktuelle Stand?
Das Geschäft war für uns schon immer ganz wichtig. Dank unserer Bank in Deutschland haben wir diese Position ­gefestigt, und unsere deutschen Kunden können zwischen den Buchungsstand­orten Deutschland und Schweiz wählen. Anfangs war der Einzelabschluss der ­deutschen Einheit nicht auf Break Even, jetzt haben wir den Punkt erreicht. Ins­gesamt liegt der Anteil deutscher Kunden inzwischen bei etwa 14% der ver­walteten Vermögen.

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