Unternehmen / Schweiz

Ceva zu 90% in den Händen von CMA

Nach dem Ablauf der Angebotsfrist verfügt die Reederei CMA CGM über einen Anteil von 89,5% am Logistiker. Es kommt noch eine Nachfrist.

(AWP/AS) Die französische Reederei CMA CGM hält nach Ablauf der Angebotsfrist 89,5% am Logistikunternehmen Ceva. Konkret kommt CMA CGM nun auf gut 49,4 Mio. Aktien, wie Ceva am Donnerstag mitteilte. Geboten wurden pro Aktie 30 Fr. Die Offerte war Mitte vergangenen Oktober angekündigt worden.

Den Angaben zufolge hielten CMA CGM und «die mit ihr in gemeinsamer Absprache handelnden Personen» bereits 50,6% der Aktien. Nun wurden zusätzliche 38,9% angedient.

Erklärtes Ziel der Franzosen war es, nach Ablauf des Pflichtangebots mindestens die Hälfte an der Schweizer Gesellschaft zu halten. Damit sollte verhindert werden, dass Ceva nach dem Annäherungsversuch der dänischen DSV (DSV 575.4 -0.24%) erneut Ziel eines unfreundlichen Übernahmeversuchs wird.

Die Reederei musste allen Ceva-Aktionären ein Pflichtangebot vorlegen, weil sie ihren Anteil auf gut 33% erhöht hatte. Gemäss schweizerischem Aktienrecht muss nach der Übernahme von mehr als einem Drittel der Stimmen einer kotierten Gesellschaft allen Aktionären ein öffentliches Kaufangebot unterbreitet werden.

Gemäss den Angaben dürfte am nächsten Dienstag (19. März) das definitive Zwischenergebnis vorliegen. Einen Tag darauf beginnt die Nachfrist, die bis 2. April dauert.

Die Aktien reagierten nicht auf die Meldung, sondern blieben knapp unter der Höhe des Angebots von 30 Fr. Für die restlichen Aktionäre gilt: andienen, denn ein höheres Angebot ist nicht zu erwarten.

Zudem dürften mehrere Jahre vergehen, bis Ceva eine Ertragskraft erreicht, die das Niveau der Offerte rechtfertigt. Der Frachtlogistiker wies für 2018 nach einem schwachen vierten Quartal enttäuschende Zahlen aus.

Eine vollständige Übernahme von Ceva war kein Ziel von CMA. Darauf läuft es nun aber hinaus.

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