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USA: Chancen auf rasche Coronahilfen schwinden

In den USA wird die Chance auf ein verbessertes Coronahilfspaket immer geringer. Der Graben zwischen Republikanern und Demokraten wird tiefer.

(Reuters) In den USA schwinden die Chancen auf ein umfassendes Corona-Hilfspakete vor der Präsidentenwahl am 3. November. Die Vorsitzende des Repräsentantenhaus und führende Oppositionspolitikerin Nancy Pelosi bekräftigte am Dienstag ihre Ablehnung eines von US-Präsident Donald Trump nachgebesserten Hilfspaktes. «Der Präsident will nur seinen Namen unter dem Scheck vor dem Wahltag sehen, damit die Börsen anziehen», schrieb Pelosi in einem Brief an demokratische Abgeordnete. «Das Benehmen des Präsidenten ist beschämend, dabei könnte die Notwendigkeit für sofortige und umfassende Massnahmen nicht dringlicher sein.»

Von Trump lag zunächst nur ein Tweet vor: «Stimulus gross oder gar nicht!!!», schrieb er. Der Präsident hatte zuletzt das von ihm vorgeschlagene Volumen eines Hilfspakets von 1,6 Bio. $ auf 1,8 Bio. $ angehoben, um den Demokraten entgegen zu kommen. Diese beharren jedoch darauf, dass Wirtschaft und Gesellschaft mit 2,2 Bio. $ unterstützt werden sollen. Die Republikaner im Senat wiederum wollen am Montag über ein abgespecktes Hilfsprogramm mit einem Umfang von 500 Mrd. $ abstimmen lassen, wie Mehrheitsführer Mitch McConnell mitteilte. An den US-Börsen wird das Ringen um ein Hilfspaket aufmerksam verfolgt und schlägt sich in den Aktienkursen nieder.

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