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Der Chart des Tages

Wo man in der Schweiz geschröpft wird.

Peter Rohner

Die Schweiz und vor allem Zürich sind ein teures Pflaster. Ein einfacher Ausgang mit Kino, kleinem Imbiss, ein paar Bier und Taxi nach Hause kostet doppelt so viel wie in Wien oder Madrid. Dafür verdient man auch überdurchschnittlich. Nur in San Francisco sind die Löhne noch höher.

Das geht aus einer internationalen Preis- und Lohnstudie der Deutschen Bank hervor, die die Lebenskosten für im Ausland arbeitende Angestellte (Expats) berechnet. Daten für rund fünfzig Städte wurden dazu ausgewertet.

Besonders teuer sind in Zürich Kleider, Unterhaltung und Restaurantbesuche. Da belegt die Stadt Zürich den internationalen Spitzenrang, wie im rechten Teil der Grafik abgebildet ist. Ein Paar Levis Jeans kostet sogar mehr als doppelt so viel wie in New York. Für bequeme Turnschuhe (Sneakers) blättert man 62% mehr hin (vgl. Balken links).

Auch bei den Mieten steht Zürich an der internationalen Spitze. Von den analysierten Städten kostet nur in New York, San Francisco und Hongkong eine Dreizimmerwohnung noch mehr.

Relativ gut kommen in Zürich die Raucher weg. Ein Päckchen Marlboro kostet hierzulande umgerechnet 7.80 $, halb so viel wie in New York. Der Zigarettenpreis hängt massgeblich von der Tabaksteuer ab: In Australien werden gar 23 $ verlangt.

Verhältnismässig gut dran sind die Zürcher auch beim öffentlichen Verkehr. Ein Monatsabo für die städtischen Verkehrsbetriebe kostet 25% weniger als etwa in New York.

Auch bei der Elektronik können sich die Expats in Zürich nicht beklagen: Das iPhone XS kostet hier deutlich weniger als in den meisten europäischen Städten und ist etwa gleich teuer wie in New York.

(Quelle der Grafik: Deutsche Bank (DBK 7.134 3.02%), FuW)

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