Unternehmen / Ausland

China kauft munter in Deutschland

Die Regierung forciert Akquisitionen in strategischen Branchen. Im Visier sind Technologie und Marken.

Gerhard Bläske und Arno Schmocker

Die Chinesen kommen. Das Übernahmeangebot des Hausgeräteherstellers Midea für den Roboterhersteller Kuka erregt in Deutschland die Gemüter. Viele fürchten die Ausplünderung von deutschem Industrie-Know-how. Die geplante Übernahme wirft erneut ein Licht auf die intensiven Bemühungen chinesischer Investoren, europäische Unternehmen zu erwerben.

Im ersten Halbjahr 2016 haben chinesische Investoren mit deutlich über 110 Mrd. $ schon mehr im Ausland investiert als im gesamten Vorjahr. China dürfte 2016 die USA erstmals als grössten Auslandinvestor ablösen. «Die chinesischen Investoren – egal, ob Stratege oder Finanzinvestor – sind eindeutig professioneller geworden», sagt Franz Schaefer, Partner im Bereich Gesellschaftsrecht/M&A der Wirtschaftskanzlei King & Wood Mallesons LLP, die aufgrund ihrer starken Repräsentanz in China und Asien viele chinesische Investoren begleitet. «Die notwendige Liquidität auf chinesischer Seite ist vorhanden», fügt er hinzu.

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