Märkte / Emerging Markets

China nimmt IT-Riesen härter an die Kandare

Es sollte der weltgrösste Börsengang werden. Doch die strengeren Regeln der Regierung führten zur Absage des Ant-IPO und zum Absacken der Technologietitel.

Die chinesische Regierung will die Freiheiten der grossen einheimischen Internetkonzerne stärker einschränken. Diese Meldung löste diese Woche an den Finanzmärkten ein Erdbeben aus. Die am Montag angekündigte stärkere Regulierung der Zukunftsbranche zerstörte innerhalb von zwei Tagen beinahe 300 Mrd. $ an Marktkapitalisierung der grössten chinesischen IT-Konzerne.

Betroffen sind global agierende Unternehmen wie Alibaba und Tencent oder die beiden Shoppingplattformen JD.Com und Meituan-Dianping. Dass ihre monopolähnliche Marktstellung gerade jetzt vom Staat stärker unter die Lupe genommen und zurückgestutzt wird, kam dabei nicht ganz überraschend. Nur wenige Tage zuvor stoppte die chinesische Regulierungsbehörde in letzter Minute die Publikumsöffnung der Onlinebank Ant Financial. Das war ein  unübersehbares Zeichen kommenden Ungemachs für die gesamte Technologiebranche. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

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