Märkte / Emerging Markets

China und die Angst vor der Deflation

Die Abwertung des Renminbi sorgt für Verunsicherung an den Finanzmärkten. Denn durch sinkende Preise steigt die Rezessionsgefahr in den USA und in Europa.

Auf die Abwertung der chinesischen Währung reagierten die Finanzmärkte empfindlich. Seit Dienstag notiert die chinesische Währung über 4,5% tiefer. Als Reaktion verlor der chinasensitive deutsche Aktienindex Dax in zwei Tagen fast 6%. Die Schwellenländerwährungen reagierten ihrerseits mit weiteren Abschlägen. Erst als die chinesische Zentralbank über Staatsbanken intervenierte und gelobte, einen stabilen Wechselkurs anzustreben, beruhigte sich die Situation.

China hat durch Kapitalkontrollen und Interventionen seine Währung in den letzten Jahren gegen den Dollar aufwerten lassen. Dadurch wurden chinesische Güter auf dem Weltmarkt teurer, während die Konkurrenten der Volksrepublik stetig abwerteten. Chinas Währung hat gegen den japanischen Yen und die Schwellenländer in fünf Jahren 35% zugelegt. Nun besteht die Angst, dass der Renminbi weiter an Wert verlieren wird. «Die Abwertung ist kein einmaliger Schritt, von jetzt an wird man eine langfristige Schwäche sehen», argumentiert Albert Edwards, Stratege bei Société Générale, in einem Kommentar.

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