Unternehmen / Ausland

China verschärft Kurs gegen Tech-Konzerne

Die nun verhängten Strafen gegen Alibaba, Tencent & Co. sind gering – und sind doch Zeichen eines neuen Regimes.

Der nächste Schuss vor den Bug: Ein Dutzend Tech-Unternehmen des eigenen Landes haben die chinesischen Kartellbehörden gebüsst, darunter bekannte Konzerne wie Tencent und Baidu. Im Grunde geht es «nur» um Unregelmässigkeiten bei vergangenen Akquisitionen – und die Strafen betragen maximal 70’000 Fr. Und doch ist es ein Warnzeichen für Technologieinvestoren, dass die Behörden im Reich der Mitte die Zügel straffen. Die Regierung in Peking geht strenger gegen die heimische Tech-Branche vor. Die Verunsicherung lastet auf den Unternehmen des Sektors.

Im Sommer vergangenen Jahres hat die Börse Hongkong den Hang-Seng-Tech-Index vorgestellt, der die dreissig grössten Technologieunternehmen aus China enthält – darunter Alibaba, Tencent und Xiaomi. Von Anfang Jahr bis Mitte Februar gerechnet hat er den US-Technologieindex Nasdaq 100 mit den hundert grössten und liquidesten Tech-Gesellschaften der USA klar geschlagen. Bis dahin stand ein Plus von 30% auf dem Kurszettel.

Viele Sorgen für die Anleger

Seither ging es deutlich nach unten. Nun liegen die dreissig Grossen seit Anfang Jahr 2% im Minus. Der Nasdaq 100 hat auch gelitten, notiert aber noch 2% im Plus. Während in den USA vor allem Zinssorgen den Tech-Sektor belasteten, kam in Asien die Angst der Anleger vor einer stärkeren Regulierung der Branche hinzu. Zudem sorgt der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China auch nach dem Regierungswechsel in Washington für Unsicherheit (vgl. Text unten).

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