Märkte / Emerging Markets

China: Wachstum von 6% «sehr schwer» erreichbar

Die schwächelnde globale Konjunktur und der schwelende Handelsstreit mit den USA lasten dem chinesischen Premierminister Li Keqiang zufolge auf der zweitgrössten Volkswirtschaft.

(Reuters) Der chinesische Premierminister Li Keqiang hält wegen des Handelskonflikts mit den USA und der mauen globalen Konjunktur ein Wirtschaftswachstum in China von mehr als 6% nur für sehr schwer erreichbar. Die weltweit zweitgrösste Volkswirtschaft leide unter dem Druck des wachsenden Protektionismus und Unilateralismus, sagte Li in einem auf der Regierungs-Webseite gov.cn veröffentlichten Interview mit russischen Medien.

Im ersten Halbjahr war die chinesische Wirtschaft um 6,3% gewachsen. Li sagte, die Wirtschaft habe sich in den ersten acht Monaten allgemein stabil entwickelt. «Es wird für China aber sehr schwer werden, ein Wachstum von sechs Prozent und mehr beizubehalten, angesichts der komplizierten internationalen Situation und der relativ hohen Ausgangsbasis», erläuterte er.

Analysten rechnen damit, dass sich die chinesische Konjunktur im laufenden Quartal noch einmal abkühlen wird, nachdem die Wachstumsrate im zweiten Vierteljahr auf ein 30-Jahres-Tief von 6,2% gesunken war.