Märkte / Emerging Markets

China zensiert schlechte Wirtschaftsnachrichten

Die sich weiter abkühlende Konjunktur macht Peking nervös. Artikel und Leserkommentare mit Kritik an der Wirtschaftslage sind unerwünscht.

Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds, zeigte sich höflich skeptisch gegenüber den Wirtschaftsaussichten für China. In Washington erklärte sie Anfang Woche: «Wir sehen Zeichen für ein moderateres Wachstum in China.» Seit Anfang Sommer zeigen die Konjunkturindikatoren – trotz staatlicher Stützungsmassnahmen – auf eine unerwartet schnelle Konjunkturabkühlung hin. So ist der Einkaufsmanagerindex für den Industriesektor – ein Frühindikator – zuletzt gefallen.

Offensichtlich geht auch Peking davon aus, dass angesichts des Handelskriegs mit den USA und anhaltenden Schwierigkeiten von Privatfirmen, an Kredite zu kommen, die Wirtschaftsdaten in nächster Zeit enttäuschen werden. Eine Ausnahme stellt vielleicht nur der bisher robuste Dienstleistungssektor dar. Den Eindruck der Nervosität vor den Daten macht jedenfalls eine staatliche Direktive, die vergangenen Freitag chinesischen Chefredaktionen zugestellt worden ist.

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