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China zieht bei Bitcoin & Co Daumenschrauben an

China erhöht den Druck auf die Kryptowährungsbranche. Das Land erklärte am Freitag sämtliche Aktivitäten rund um Cyber-Devisen für illegal.

(AWP) China erhöht den Druck auf die Kryptowährungsbranche. Das Land erklärte am Freitag sämtliche Aktivitäten rund um Cyberdevisen für illegal und untersagte ausländischen Kryptobörsen jegliche Dienstleistungen für Kunden in China.

Vergehen würden streng geahndet. Die Regierung werde entschlossen gegen Spekulationen mit Kryptowährungen vorgehen, um das Vermögen der Bürger sowie die wirtschaftliche, finanzielle und soziale Ordnung zu schützen, teilte die Zentralbank auf ihrer Internetseite mit. China arbeitet an einer digitalen Variante seiner Währung Yuan.

Gleichzeitig erliess die Regierung ein landesweites Verbot des sogenannten Krypto-Mining. Dabei stellen Nutzer Rechnerkapazitäten für die Prüfung und Verschlüsselung von Transaktionen zur Verfügung. Sie werden dafür in der jeweiligen Kryptowährung entlohnt.

China war bislang der Hauptstandort dieser «Schürfer». In den vergangenen Monaten hatten einige Provinzen diese Geschäfte aber untersagt und dies unter anderem mit dem extrem hohen Energieaufwand für den Betrieb der für das Mining benötigten Rechnerfarmen begründet.

Der verstärkte Regulierungsdruck in China schickte die Kurse der Kryptowährungen auf Talfahrt. Die beiden wichtigsten, Bitcoin (Bitcoin 60'588.00 -1.42%) und Ethereum, fielen um 5,5% auf 42 239 $ beziehungsweise um 10% auf 2840 $.

Werte aus dem Kryptowährungssektor und Unternehmen, die sich mit der Bitcoin & Co zugrundeliegenden Blockchain-Technologie befassen, flogen ebenfalls aus den Depots. So fielen die Papiere von Coinbase, Riot, Marathon, Overstock und Silvergate im vorbörslichen US-Geschäft um bis zu 6,4%. Die Titel der Softwarefirma MicroStrategy, die Milliarden in Bitcoin investiert hat, gaben knapp 6% nach.

Leser-Kommentare

Christoph Saetteli 25.09.2021 - 11:13
Ich erwarte dass mittel- und langfristig die privaten coins durch von Notenbanken herausgegebene digital coins abgelöst werden. Somit ist für mich bitcoin und co Schnee von gestern. Das vielfach angeführte Argument, diese weil in der Potential Menge der schürbaren coins begrenzt, würden nur die inflationierten Fiatwährungen spiegeln, spiegelt eine in sich logische Argumentationskette, die jedoch am Willen und Verhalten der… Weiterlesen »