Märkte / Makro

Chinas Börsen spiegeln den Konjunkturaufschwung

Trotz zahlreichen Risiken erreicht die Marktkapitalisierung der Festlandbörsen einen neuen Rekord. Die Bewertungen sind noch nicht überzogen.

China erholt sich schneller vom pandemiebedingten Wachstumseinbruch von Anfang Jahr als andere grössere Volkswirtschaften. Das haben die Börsen Schanghai und Shenzhen mit ihrer schon im März einsetzenden Rally bereits vorweggenommen. Mittlerweile kann der Finanzmarkt der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft schon wieder neue Rekorde melden. So hat die kombinierte Marktkapitalisierung der Festlandbörsen gemäss dem Finanzdatendienstleister Bloomberg Mitte Woche mit 10,08 Bio. $ einen neuen historischen Höchststand erreicht.

Der Referenzindex CSI 300, der die 300 grössten Aktien an den Börsen Schanghai und Shenzhen abbildet, hat nach seinem Schwächeanfall im ersten Quartal beinahe 40% auf 4783 Punkte zulegen können und notiert damit 22% über dem Stand vom Oktober des Vorjahres. Der Technologieindex ChiNext der Börse Shenzhen hat binnen Jahresfrist sogar zwei Drittel gewonnen. Für Schub sorgten in den vergangenen Tagen vor allem die  Anfang Woche gemeldeten Aussenhandelszahlen des Vormonats. Die Exporte lagen im September trotz des weiterhin schwelenden Handelskrieges mit den USA und der tiefen Rezession in den chinesischen Hauptabsatzmärkten in Dollar gerechnet rund 9,9% über dem Vorjahresniveau. Noch robuster  präsentierten sich die Einfuhren, die 13,2% höher waren als im September vor einem Jahr. Rein Volumenmässig belief sich das Importwachstum sogar auf beinahe 20%. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.