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Märkte / Emerging Markets

Chinas Exporte legen stark zu

Die soliden Handelszahlen weisen auf eine weitere Erstarkung der Weltwirtschaft hin.

Die chinesischen Ausfuhren lagen im März in Dollar gerechnet beeindruckende 16,4% höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit sind sie im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr 16,4% gewachsen, nachdem sie in den letzten drei Monaten 2016 rund 5% geschrumpft waren.

Ebenfalls zugelegt haben im März mit 20,3% die Einfuhren. Die Entwicklung wurde unter anderem von der gestiegenen Nachfrage der Bauwirtschaft nach Rohstoffen angetrieben. Dabei hat sich das Wachstum der Importe gegenüber den 38,1% vom Februar klar abgeschwächt. Das starke Wachstum vom Februar ist teilweise auf die höheren Rohstoffpreise zurückzuführen. Auch war die Entwicklung saisonbedingt, da dieses Jahr das dem Mondkalender folgende chinesische Neujahr auf den Januar fiel.

Louis Kuijs, der Asienökonom der unabhängigen Konjunkturforschungsstelle Oxford Economics, geht davon aus, dass sich die chinesischen Exporte angetrieben von einer robusten globalen Nachfrage weiter positiv entwickeln werden.

Risiken eines Handelskrieges in den Hintergrund getreten

Befürchtungen über einen Handelskrieg zwischen den USA und China haben sich anders als noch Anfang Jahr befürchtet zumindest vorderhand nicht bewahrheitet. Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf Peking wegen der angeblich unfairen Handelspraktiken Strafzölle von bis zu 45% angedroht.

Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping haben sich vergangene Woche während ihres Treffens in Florida darauf geeinigt, dass eine bilaterale Kommission die komplexen Handelsbeziehungen studieren und zur Beseitigung bestehender Friktionen Empfehlungen erarbeiten soll.

«Wir erwarten, dass die chinesischen Ausfuhren auch in den kommenden Monaten zulegen werden, doch dies ist nur möglich, wenn keine protektionistischen Massnahmen die Entwicklung stoppen werden», schreibt Kuijs in einem Kommentar.

China erzielte im März einen Handelsbilanzüberschuss von 23,9 Mrd. $.