Märkte / Makro

Chinas Fertignudel als Indikator des Abschwungs

Die günstige Fertigmahlzeit erlebt im Reich der Mitte erneut einen Boom. Das wird als Zeichen gewertet, dass die Zeiten schwieriger geworden sind.

Die Verhandlungen im chinesisch-amerikanischen Handelskrieg gehen am Donnerstag in Washington nach einer längeren Zwangspause in ihre dreizehnte Runde. Die zwei Delegationen werden bei dem Treffen neben handelstechnischen und geopolitischen Fragen vor allem auch den Zustand ihrer heimischen Wirtschaft im Hinterkopf haben. Denn es wird wohl eher diejenige Seite zu Konzessionen bereit sein, deren Konjunktur die Auswirkungen des fünfzehn Monate andauernden Streits am stärksten spürt.

Während jüngst auch die US-Wirtschaft Zeichen der Schwäche zeigt, weisen vor allem in China wichtige Indikatoren wie die Einkaufsmanagerindizes (PMI) auf eine sich deutlich abkühlende Konjunktur hin. Offizielle chinesische Daten sind allerdings mit Vorsicht zu geniessen. Ministerpräsident Li Keqiang selbst liess vor einiger Zeit wissen, dass sich der Zustand der Wirtschaft verlässlicher an der Stromproduktion oder dem Frachtaufkommen der Eisenbahnen ablesen lässt als am offiziell ausgewiesenen Bruttoinlandprodukt.

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