Märkte / Aktien

«Chinas Gesundheits­sektor hat die Nase vorn»

Valeria Vine, Schwellenländer­­spezialistin bei Capital Group, setzt auf strukturelle Wachstumstrends im digitalen Bereich, bei den Pharmaunternehmen und im Tourismus.

Frau Vine, vor gut einem Jahr brachen die Aktienkurse ein und erklommen danach neue Höchststände. Wie haben Sie diese vergangenen zwölf Monaten erlebt?
Als Schwellenländerspezialistin begann für mich die Phase der extremen Volatilität bereits im Januar 2020, als die chinesischen Aktienkurse einbrachen. Während sich Schwellenländerinvestoren hohe Volatilität gewohnt sind, war sie als globales Phänomen neu, und mein Fokus lag deshalb darauf, unseren Kunden zu vermitteln, dass hohe Volatilität auch eine Chance sein kann.

Konnten Sie Lehren aus vergangenen ­Krisen ziehen?
Jeder Börsenschock hat andere Ursachen und Auswirkungen, aber es lassen sich ­immer auch Parallelen ziehen. So stieg nach der Sars-Pandemie 2002/2003 in den betroffenen Staaten die Nachfrage nach Versicherungen, sowohl von Unternehmensseite als auch von Einzelpersonen, z. B. für umfassendere Reiseversicherungen. Dieses Phänomen dürfte sich im ­Anschluss an Covid-19 wiederholen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?