Märkte / Emerging Markets

Chinas Griff nach der IWF-Währung

Ende November entscheidet der Internationale Währungsfonds darüber, ob der Renminbi ein Jahr später als fünfte Währung Teil der Sonderziehungsrechte wird.

Chinas Ambition, seinen Einfluss in der globalen Finanzdiplomatie auszubauen, dürfte schon bald in Erfüllung gehen. Am 30. November stimmt der Internationale Währungsfonds (IWF) über den Antrag ab, den Renminbi in den IWF-Währungskorb «Sonderziehungsrechte» (SZR) aufzunehmen. Dass dem Anliegen stattgegeben wird, ist so gut wie sicher. IWF-Chefin Christine Lagarde plädierte bereits öffentlich dafür.

Die Zustimmung bedeutet für die Volksrepublik den Einzug in die oberste Liga. Nur Dollar, Euro, Pfund und Yen gehören bisher dazu. SZR sind keine Währung im herkömmlichen Sinn. Es gibt sie nicht als Banknoten oder Münzen, und Private können nicht mit ihnen bezahlen. Aber für Staaten sind sie von grosser Bedeutung. Der IWF verrechnet all seine Kredite und Beistandsabkommen an Länder in dieser Rechnungseinheit, ebenso die Quoten, mit denen sich die 188 Mitgliedsstaaten am IWF beteiligen.

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