Märkte / Makro

Chinas Industrie bricht unerwartet stark ein

Die chinesische Industrie sinkt im November unerwartet stark. Gründe für den Einbruch könnten die schrumpfende Beschäftigung und die gestiegenen Preise sein.

(Reuters) Das Coronavirus zwingt im November erneut die Industrie von Exportweltmeister China in die Knie. Gedämpfte Nachfrage, schrumpfende Beschäftigung und gestiegene Preise belasteten die Hersteller, wie die Mediengruppe Caixin und das Institut IHS Markit am Mittwoch mitteilten. Der Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel im November auf 49,9 von 50,6 im Vormonat. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang auf 50,5 erwartet. Erst ab 50 signalisiert das Barometer ein Wachstum. «Die Versorgungsengpässe im verarbeitenden Gewerbe haben sich erholt, während die Nachfrage nachgelassen hat. Die Lockerung der Beschränkungen auf der Angebotsseite, insbesondere die Entspannung der Energiekrise, beschleunigte das Tempo der Produktionserholung», sagte Wang Zhe, leitender Wirtschaftswissenschaftler bei der Caixin Insight Group, in einer Erklärung zu den veröffentlichten Daten. «Aber die Nachfrage war relativ schwach und wurde durch die Pandemie und steigende Produktpreise gedämpft.»

Analysten gehen davon aus, dass sich die im dritten Quartal beobachtete Verlangsamung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal fortsetzen wird, da die Nachfrage angesichts der anhaltenden Pandemie voraussichtlich schwach bleiben wird.

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