Märkte

Chinas Industrie verliert merklich an Tempo

Im Februar sinkt der Einkaufsmanagerindex auf den tiefsten Stand seit Mai vergangenen Jahres.

(Reuters) Die chinesische Industrie ist im Februar wegen der schwächeren Nachfrage von Corona-geplagten Handelspartnern so langsam gewachsen wie seit neun Monaten nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex fiel um 0,6 auf 50,9 Punkte, wie das Markit-Institut am Montag zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Das Barometer hielt sich aber über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. Von Reuters befragte Ökonomen hatten allerdings einen unveränderten Wert von 51,5 erwartet. «Die Hersteller betonten die Auswirkungen des Aufflackerns von Covid-19 im Winter sowie der Pandemie in Übersee», sagte Ökonom Wang Zhe von der Caixin Insight Group.

Die Exportaufträge schrumpften deshalb bereits den zweiten Monat in Folge. In den Fabriken wurden sogar den dritten Monat Arbeitsplätze abgebaut, und das in einem schnelleren Tempo. «Die Unternehmen hatten es nicht eilig, freie Stellen zu besetzen», fügte Wang hinzu. Allerdings blicken die Industriebetriebe deutlich optimistischer nach vorn. Dieses Barometer erreichte mit 63,0 Punkten den höchsten Stand seit Oktober 2020.

Die nach den USA zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt dürfte in diesem Jahr nach Prognosen von Ökonomen kräftig wachsen. Die Experten von HSBC (HSBA 429.40 -0.69%) prognostizierten ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 8,5%. Sie erwarten, dass der Exportweltmeister von der Erholung des Welthandels profitieren wird.

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