Peking, Schanghai, Hongkong – sofern man es dazuzählen will: Mehr Namen von Millionenstädten in China dürften hierzulande vielen kaum einfallen. Die Coronavirus-Seuche hat wohl Wuhan bekannt gemacht, mit 8,5 Mio. Einwohnern die siebtgrösste Stadt der Volksrepublik. Diese zählt derzeit 113 Millionenstädte, ein halbes Dutzend davon grösser als London. Schon von Guangzhou-Foshan gehört, zum Beispiel? Diese beiden Städte sind zusammengewuchert, zu einer Konurbation von 20,1 Mio. Menschen, gleichauf mit der Agglomeration New York (hier sind die zwei Dutzend grössten chinesischen Städte abgebildet, dazu ausgewählte Städte aus aller Welt zum Vergleich). Shenzhen, mit einer Bevölkerung von 13,2 Mio. Menschen die viertgrösste Metropole Chinas, war 1990 noch so klein wie Zürich heute. Shenzhen, wo viele Tech-Unternehmen ansässig sind, liegt am Perlflussdelta im Süden Chinas. Dort ist auch Guangzhou-Foshan, ehedem bekannt als Kanton, auch als «die Fabrik der Welt» bezeichnet. Die Städte um das Perlflussdelta, zu denen auch Dongguan (die achtgrösste Stadt Chinas) zählt und an dessen Ausgang Hongkong liegt, könnten zu einer Megacity von rund 60 Mio. Menschen verschmelzen. Noch 1980 lebte bloss ein Fünftel der Chinesen in Städten, 2010 schon mehr als die Hälfte. Die chinesischen Wirtschaftsreformen haben die grösste Urbanisierungswelle je in Gang gesetzt.