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Chinas Starbucks-Rivale strebt aufs Parkett

Die schnell wachsende Kaffeehauskette Luckin Coffee will an die New Yorker Börse. Credit Suisse und Morgan Stanley sollen die Aktienemission organisieren.

(Reuters) Der schnell wachsende chinesische Starbucks-Rivale Luckin Coffee nimmt Kurs auf die New Yorker Börse. Der Kaffeespezialist teilte mit, einen Börsengang bei der zuständigen Aufsicht SEC beantragt zu haben. Das Emissionsvolumen und die Zahl der auszugebenden Aktien blieben zunächst unklar. Laut den bei der SEC hinterlegten Daten soll das Volumen 100 Mio. $ betragen, es dürfte sich bei dieser Angabe allerdings um einen blossen Platzhalter handeln. Die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr derweil von mit der Angelegenheit vertrauten Personen, dass das Verluste schreibende Startup bei der im Mai geplanten Börsennotierung 500 bis 800 Mio. $ einsammeln könnte. Das wäre in diesem Jahr der bislang grösste Börsengang eines chinesischen Unternehmens in den USA. Der Börsenwert von Luckin Coffee könnte sich auf vier bis 5 Mrd. $ belaufen, sagten Insider. Credit Suisse (CSGN 11.76 1.03%) und Morgan Stanley (MS 42.96 0.59%) sollen die Aktienemission organisieren.

Luckin Coffee wächst rasant und will möglichst noch in diesem Jahr Starbucks (SBUX 76.15 -0.34%) als grösste Kaffeehauskette in China überholen. Das junge Unternehmen, das bei der jüngsten Finanzierungsrunde mit fast 3 Mrd. $ bewertet wurde, will allein in diesem Jahr 2500 Filialen eröffnen und dann mehr als 4500 Filialen betreiben. Starbucks hatte zuletzt mehr als 3600 Filialen in der Volksrepublik und ist ebenfalls auf Expansionskurs.

Luckin Coffee wurde offiziell erst Anfang 2018 gegründet. Damit ist der Weg an die Hongkonger Börse verwehrt, denn dort werden für einen Schritt aufs Parkett Bilanzen für drei Jahre verlangt. Im vergangenen Jahr verbuchte Luckin Coffee nach Unternehmensangaben einen Verlust von umgerechnet 120 Mio. $. Zu den Eigentümern der Firma zählt der singapurische Staatsfonds.

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