Märkte / Emerging Markets

Chinas unklarer Reformkurs

Peking drückt bei der Marktöffnung aufs Gaspedal und die Bremse zugleich. Übernahmen werden zeigen, wie ernst es China ist.

Die chinesische Regierung schützt trotz der seit vier Dekaden voranschreitenden Marktöffnung die einheimische Industrie bis heute vor der ausländischen Konkurrenz. «Es ist bemerkenswert, dass die weltweit grösste Exportnation ihren eigenen Markt so stark abschirmt», sagt Tyler Cowen von der George Mason University. Allerdings ist das Reich der Mitte heute dank des von der Regierung vorangetriebenen Strukturwandels weit besser in die Weltwirtschaft integriert als noch vor zehn Jahren.

Das zeigt sich gemäss Yasuyuki Sawada, Chefökonom der Asiatischen Entwicklungsbank, daran, dass die wirtschaftlichen Ungleichgewichte massiv abgenommen haben. So ist China dank dem blühenden Binnenkonsum und einem erstarkenden Dienstleistungssektor immer weniger von Ausfuhren abhängig. Das schlägt sich etwa im Leistungsbilanzüberschuss nieder, der in zehn Jahren von über 10% des Bruttoinlandproduktes (BIP) bis 2017 auf 1,3% geschrumpft ist.

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