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Chinas Zentralbank weist bei Digitalwährungen den Weg

Notenbanken weltweit arbeiten mit Hochdruck an einem digitalen Ersatz für Banknoten. China ist am weitesten.

Alexander Trentin

«Träumst du davon, deine eigene Währung zu schaffen?» – das ist nicht der Werbespruch eines Blockchain-Start-up in Zug, sondern einer als höchst konservativ angesehenen, neunzig Jahre alten Finanzinstitution. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) wirbt so auf dem Berufsnetzwerk LinkedIn um neue Programmierer für ihren Innovation Hub, ein Innovationszentrum mit Niederlassungen in Asien, der Schweiz und Nordamerika. Die BIZ ist die Bank und das globale Koordinationszentrum der Notenbanken, und diese sind im Moment sehr daran interessiert, Digitalwährungen aufzubauen.

Während die Öffentlichkeit auf die Zinspolitik und neue Stimulusmassnahmen schaut, arbeiten die Notenbanken auch an einem digitalen Ersatz für Banknoten. Vor zwei Wochen sagte Christine Lagarde, die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), in einer Rede: Es sei zwar noch unwahrscheinlich, aber die geldpolitische Souveränität der Staaten könnte geschwächt werden, «wenn die meisten Zahlungen über digitale Portemonnaies abgewickelt werden» und in privaten digitalen Währungen denominiert seien. «In einer digitalen Welt müssen Konsumenten die Möglichkeit haben, mit staatlichem Geld zu bezahlen», so Lagarde. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.