Märkte / Makro

Chips als geopolitischer Spielball

Fragile Lieferketten zwingen Staaten zu massiven Investitionen. Betroffen sind nahezu alle elektronischen Geräte.

Martin Bader

Handelskrieg. Coronapandemie. Chipmangel. Die Industrie kommt nicht zur Ruhe. Betroffen sind nicht nur Smartphones und Autos, sondern nahezu alle elektronischen Geräte. Die Halbleiterindustrie ist ein Paradebeispiel globalisierter und in der Regel effizienter Lieferketten. Doch auch wenn sich die Lieferengpässe im Verlauf von 2022 wieder normalisieren sollten, ist die Versorgung mit Halbleitern spätestens jetzt zur Frage der nationalen Sicherheit geworden. Die Chipproduzenten sind Teil des globalen Handelskrieges und die Staaten streiten sich um die Vorherrschaft.

Halbleiter gehören nach Erdöl und Autos zu den meistgehandelten Waren der Welt. Die Produktion ist ein komplexer und globalisierter Prozess. Bis ein moderner Halbleiter in einem Kampfjet eingebaut werden kann, vergehen bis zu sechsundzwanzig Wochen. Die Herstellung von Chips, die für Kühlschränke oder Fernseher vorgesehen sind, dauert im Schnitt drei Monate. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?