Unternehmen / Technologie

Cicor wird pessimistischer

Das Technologieunternehmen senkt den Ausblick für Umsatz und Marge klar.

(AWP) Die Industriegruppe Cicor rechnet im ersten Halbjahr 2020 wegen Betriebsunterbrüchen bei ihren Kunden mit 15 bis 20% weniger Umsatz als im Vorjahr. Im zweiten Halbjahr werde sich das Geschäft zwar wieder erholen, der Umsatz werde aber tiefer sein als noch im Vorjahr, teilte die Gruppe am Montag mit.

Die Ebit-Marge für das erste Halbjahr schätzt das Unternehmen neu auf etwa 3%. Am langfristigen Margenziel von 6 bis 8% werde allerdings festgehalten.

Man habe durch die Massnahmen gegen das Coronavirus zwar reduzierte Produktionskapazitäten, die Lieferungen seien jedoch nicht unterbrochen gewesen. Die bestehenden Kundenprojekte würden allesamt fortgesetzt, allerdings teils mit Corona-bedingten Verzögerungen.

Das Unternehmen erwartet, dass sich das Geschäft im zweiten Halbjahr erholen dürfte, «sofern es keine signifikante zweite Pandemiewelle gibt». Dennoch reiche es nicht mehr, um einen Umsatz über Vorjahr zu erreichen. Langfristig will Cicor allerdings stärker wachsen als der Markt und stellt positive mittelfristige Ergebnisse in Aussicht.

An der Börse werfen die Nachrichten keine hohen Wellen. Der Umsatzeinbruch komme nicht unerwartet, heisst es in einem Kommentar der Zürcher Kantonalbank. Positsiv sei, dass alle Kundenprojekte weiterlaufen würden. Und die Bank Vontobel (VONN 60.1 2.82%) stellt fest, dass auch Cicor nicht vor der Corona-Krise gefeit sei. Immerhin gebe es dennoch einige positive Aspekte.