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Clariant-Grossaktionär mit Gewinnrückgang

Die Handelskonflikte machen dem saudi-arabischen Petrochemieriesen Sabic, der rund ein Viertel an Clariant hält, zu schaffen.

(Reuters) Der saudi-arabische Petrochemieriese Saudi Basic Industries (Sabic) sieht sich wegen der weltweiten Handelskonflikte in diesem Jahr mit weiteren Unsicherheiten konfrontiert. «Wir haben eine Stabilisierung für einige der Preise gesehen, aber es liegen noch einige Herausforderungen vor uns», sagte Sabic-Chef Jussef al-Benjan am Sonntag. «Wir sind Teil des globalen Wirtschaftssystems, wir sind immer von Herausforderungen betroffen, aber wir sind in der Lage, uns diesen Herausforderungen anzupassen.»

Im vierten Quartal schrumpfte der Gewinn um 12,4% auf 864 Mio. $ (3,24 Mrd. Rial) gegenüber dem Vorjahresquartal und lag damit unter den Prognosen der Analysten. Benjan begründete den Rückgang unter anderem mit niedrigeren durchschnittlichen Verkaufspreisen. Sabic, der Grossaktionär beim Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant (CLN 20.07 -1.28%) ist, stellt Kunststoffe, Metalle und Düngemittel her und ist besonders abhängig von der Entwicklung des Ölpreises. Eine Entscheidung, ob Sabic seinen 25-prozentigen Anteil an Clariant weiter aufstockt, sei noch nicht gefallen, betonte Benjan. Diese solle später getroffen werden. Sabic und Clariant hatten beschlossen, ihre Hochleistungskunststoffgeschäfte zusammenzulegen. In der Vergangenheit gab es immer wieder Spekulationen, der saudi-arabische Petrochemiekonzern könnte seinen Anteil an Clariant ausbauen.

Eine Rolle spielen dürfte dabei auch, was mit Sabic selbst passiert. So befindet sich der grösste Aktionär von Sabic, der saudi-arabische Staatsfond PIF (Public Investment Fund), in Gesprächen über den Verkauf seiner Mehrheitsbeteiligung an den saudischen Ölriesen Aramco. Benjan betonte, dass er den Schritt «positiv» sieht.

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