Unternehmen / Industrie

Clariant erhöht die Prognose

Analyse | Das Spezialchemieunternehmen hat sich über Erwarten gut entwickelt und die Marge weiter gesteigert.

Christian Braun

Clariant gewinnt weiter an Reiz. Nicht nur hatte sich das Spezialchemieunternehmen im vergangenen Jahr als auffallend robust erwiesen, es macht inzwischen auch gute Fortschritte in der Profitabilität. So erstaunt es nicht, dass CEO Conrad Keijzer die jüngsten Zahlen in einer Fragerunde als «sehr erfreulich» bezeichnete und die Margensteigerung besonders hervorhob (vgl. Tabelle).

Sie kam zustande, obwohl die Rohmaterialpreise im zweiten Quartal rund 15% anzogen, nachdem sie sich schon im ersten um einen hohen einstelligen Prozentsatz erhöht hatten. Dazu kamen kostentreibende Logistikengpässe. Der Mehrumsatz sowie Verbesserungen in den Kosten und der Effizienz haben diese negativen Einflüsse jedoch überkompensiert. Im laufenden Quartal, so Keijzer, dürfte sich die Lage bei den Rohmaterialien stabilisieren und dann entspannen.

Kräftig statt moderat

Auch der Umsatz hat sich mit einem organischen Plus von 7 und 12% im ersten Halbjahr und im zweiten Quartal gut entwickelt. Die stimulierte Konjunktur hat die Nachfrage angekurbelt, besonders in industriellen Anwendungen. Die Sparte Care Chemicals (organisch +9% im H1 und +11% im Q2) hat davon ebenso profitiert wie die Sparte Natural Resources (+4 und +17%). Auch die dritte im Bunde, Catalysis (+9 und +7%), leistete einen Beitrag. Ausser höheren Volumen habe überall auch «eine positive Preisgestaltung» zur Umsatzsteigerung beigetragen.

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