Unternehmen / Industrie

Clariant verkauft Pigmentgeschäft

Analyse | Mit der Veräusserung schliesst die Herstellerin von Spezialchemikalien ihr Devestitionsprogramm ab. Ob jetzt Ruhe einkehrt, ist nicht gewiss.

Clariant hat ihr Devestitionsprogramm zwei Jahre nach dem Start abgeschlossen. Das Pigmentgeschäft geht an ein Konsortium aus dem deutschen Mitbewerber Heubach und der US-Investmentgesellschaft SK Capital Partners. Der Verkaufsprozess war wegen der Pandemie in Verzug geraten.

Heubach gilt als einer der ersten Hersteller von Pigmenten überhaupt und stellt heute in Deutschland, den USA und Indien organische, anorganische und antikorrosive Pigmente her. SK Capital ist eine private Investmentgesellschaft mit Fokus auf Spezialmaterialien, Chemikalien und Pharma. Sie verwaltet Vermögenswerte von mehr als 5 Mrd. $.

Earn-out-Klausel

Der Wert des Pigmentgeschäfts von Clariant wird mit von 805 Mio. Fr. angegeben, was dem 10,7-Fachen des in diesem Segment in den zwölf Monaten bis zum April 2021 erzielten Ebitda (Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisation) entspricht. Der Verkaufserlös könnte wegen einer vereinbarten Earn-out-Klausel um 50 Mio. Fr. steigen, abhängig von der Performance des Geschäfts im Jahr 2021. Im Jahr 2020 hat die Geschäftseinheit mit 1900 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 850 Mio. Fr. erzielt. Die Transaktion soll in der ersten Jahreshälfte 2022 abgeschlossen werden. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?