Unternehmen / Industrie

Comet-CEO: «Wir könnten unsere Ziele früher erreichen»

Kevin Crofton, CEO von Comet, erwartet für die Halbleiterindustrie einen lang anhaltenden Zyklus mit einer noch nie dagewesenen Dynamik.

Seit September führt Kevin Crofton das Technologieunternehmen Comet aus Flamatt, Kanton Freiburg. Er hat den Chefsessel von Verwaltungsratspräsident Heinz Kundert übernommen, der kurz zuvor eine neue Strategie formulierte, die einen klaren Fokus auf die Halbleiter- und Elektronikindustrie legt.

Herr Crofton, Sie glauben, dass die Halbleiterindustrie und damit Comet am Anfang eines Superzyklus stehen. Weshalb?
Eine Mischung aus Fakten und Meinungen gibt mir diese Zuversicht. In der Vergangenheit dauerten die Zyklen der Halbleiterindustrie nie besonders lange. Sie wurden durch die Nachfrage nach ­Rechenleistung, durch PC-Hersteller oder durch neue Technologien für Mobiltelefone ausgelöst. Aber jetzt sind wir an einem Punkt, wo die Arbeitsgeschwindigkeit von Halbleitergeräten ausreicht, um eine Industrie 4.0 aufzubauen. Smarte Fabriken, smarte Häuser, smarte Autos, dazu kommt der neue Mobilfunkstandard 5G. Manche reden schon von 6G. Wir stehen am Beginn einer umfassenden digitalen Wirtschaft.

«Der Zyklus hat eine Form, die stärker ist als alles, was wir bisher in der Industrie gesehen haben.»

Da kommt also die perfekte Welle?
Ja genau. Der Zyklus hat eine Form, die stärker ist als alles, was wir bisher in der Industrie gesehen haben. Die Nachfrage kommt von einer sehr breiten Basis und wird stärker beschleunigt als wir es von früheren Zyklen kannten. Wir erleben eine noch nie dagewesen Dynamik.
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