Unternehmen / Industrie

Comet erleidet herben Rückschlag

Analyse | Gemäss ersten Eckwerten ist der Gewinn des Technologieunternehmens im vergangenen Jahr rund zwei Drittel eingebrochen.

Wie schon im November angekündigt, musste das Technologieunternehmen Comet 2018 einen herben Rückschlag hinnehmen. Immerhin: Gemäss den ersten Eckwerten kam der Umsatz mit 436,4 Mio. Fr. nahe an das Rekordergebnis des Vorjahres von 443,4 Mio. Fr. heran.

Empfindlich verschlechtert hat sich dagegen die Ertragslage. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisation, Ebitda, hat sich auf 37,8 Mio. Fr. rund halbiert, und der Gewinn brach gar zwei Drittel auf 12,3 Mio. Fr. ein.

Schwacher Halbleitermarkt

Einer der wichtigsten Gründe für den Rückgang war der Einbruch des Halbleitermarktes im zweiten Semester. Der Bereich Plasma Control Technologies beliefert diesen Markt – der Umsatz ist im zweiten Semester im Vergleich zum ersten rund 28% gesunken.

Zusätzlich drückten weitgehend hausgemachte Probleme im Röntgensystemgeschäft sowie in der Ebeam-Technologie auf die Ergebnisse. Im letztgenannten Bereich wurde die Tochter in den USA veräussert. In allen Segmenten hat Comet rasch auf die Probleme reagiert und Korrekturmassnahmen im zweiten Semester ergriffen und umgesetzt.

Sie führten zu Einmalkosten von 10,5 Mio. Fr. auf Stufe Ebitda. Die Marge schrumpfte damit auf 8,7% und erreichte das obere Ende der im November abgegebenen Guidance von 7 bis 9%. Bereinigt um die Einmalkosten ergibt sich eine Marge von 11,1%. Der Gewinn beträgt unter Ausschluss der Einmalkosten immerhin 24,3 Mio. Fr.

Zeichen der Zuversicht

Mit der Publikation der Eckwerte gab Comet auch schon den Dividendenantrag des Verwaltungsrats bekannt: Die Ausschüttung soll auf 1.20 Fr. (Vorjahr. 1.50 Fr.) je Aktie reduziert werden (verrechnungssteuerfrei aus Kapitaleinlagereserven).

Die in Relation zum Gewinneinbruch geringe Dividendenkürzung ist als Zeichen der Zuversicht zu verstehen. Comet macht derzeit noch keine Aussagen zu den Erwartungen für das laufende Jahr. Der Dividendenantrag lässt jedoch auf eine wieder deutlich verbesserte Ertragslage schliessen.

Aufgrund des Wegfalls von Einmalkosten und der Korrekturmassnahmen rechnet «Finanz und Wirtschaft» 2019 mit mehr als einer Verdoppelung des Gewinns auf 3.90 Fr. je Aktie. Die Titel sind mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23 historisch eher günstig bewertet.

Es spricht einiges dafür, dass die ergriffenen Massnahmen wirken und Comet für den Aktionär wieder an Interesse gewinnt. Der detaillierte Abschluss wird am 14. März publiziert.

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