Unternehmen / Schweiz

Comet profitiert vom «Superzyklus»

Analyse | Das Technologieunternehmen steigert den Gewinn und die Dividende. Die Aussichten sind gut.

Überrascht hat der Geschäftsbericht der Röntgen- und Hochfrequenz-Spezialistin Comet nicht, denn die wichtigsten Eckdaten für das Jahr 2020 hatte das Unternehmen schon Ende Januar veröffentlicht. Mit einem Umsatzwachstum von 6,5% auf 395,8 Mio. Fr. und einer um 4 Prozentpunkte angewachsenen Marge auf dem Betriebsgewinn (Ebitda) von 14,8% wurden die Erwartungen übertroffen. Vom Gewinn, der sich mehr als verdoppelt hat, will Comet 37% auszahlen, was einer Dividende von 1.30 Fr. je Aktie entspricht, nach 1 Fr. im Vorjahr.

Ein Blick auf die Details lohnt sich dennoch, denn zur Entwicklung des Geschäfts in den einzelnen Marktsegmenten äusserte sich Comet im Januar nur vage. Dass die Halbleiter- und Elektronikindustrie 2020 ein ausgesprochen guter Kunde war und ein sattes Umsatzplus bescherte, war angesichts der rasanten Marktentwicklung zu erwarten.

Ein Traum

«Die Division lebt gerade ihren Traum», sagte Comet-CEO Kevin Crofton an einer Medienkonferenz und meinte damit das Umsatzwachstum von fast 50%, das die Division Plasma Control Technologies (PCT) erreicht hat. Die Halbleiterindustrie befände sich zurzeit in einem «Superzyklus», den es so noch nie gegeben habe. Crofton muss es wissen, schliesslich arbeitet er seit mehr als zwei Jahrzehnten in dieser Branche. Comet, deren Chefsessel er im September vorigen Jahres besetzt hat, ist mit prozesskritischen Komponenten für die Herstellung von Speicher- und Logikchips, aber auch von Bildschirmen gut positioniert und profitiert unmittelbar vom Boom der Branche. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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