Unternehmen / Industrie

Conzzeta verabschiedet sich vom Konglomerat

Analyse | Conzzeta fokussiert auf Blechbearbeitung. Mammut und das Chemiegeschäft werden verkauft, was substanzielle Kapitalrückzahlungen ermöglichen sollte. Kaufen.

Das kommt überraschend: Conzzeta will sich auf den grössten Unternehmensbereich, Bystronic, die Herstellung von Blechbearbeitungsmaschinen, konzentrieren und verkauft die drei anderen Sparten. Aus dem Konglomerat wird ein fokussiertes Industrieunternehmen. Dass die Wahl in diesem Fokussierungsprozess auf Bystronic fiel, ist nachvollziehbar. Dieses Geschäft kommt auf einen Umsatz von gegen 1 Mrd. Fr., was 57% des Gruppenumsatzes ausmacht, es wächst seit Jahren mit einem Tempo von über 20% und damit weitaus stärker als die übrigen Sparten, und es ist auch deutlich profitabler.

Zum Verkauf stehen die Geschäftsbereiche Mammut, FoamPartners und die kleine Schmid Rhyner. Die Sportmarke Mammut hat schwierige Jahre hinter sich, doch nach umfassenden Umstrukturierungen zeigen sich stetige Verbesserungen. FoamPartners, die Schaumstoffe und Chemieprodukte herstellt, hat noch vor gut zwei Jahren einen grösseren Kauf in Deutschland durchgeführt und wurde danach vom Abschwung der Automobilindustrie erwischt. «Uns fehlt die kritische Masse, um in diesen Geschäften in den nächsten zehn Jahren auf substanzielles Wachstum zu kommen», erklärt Conzzeta-Verwaltungsratspräsident Ernst Bärtschi  gegenüber FuW. Da sei es besser, die Unternehmen kämen in Hände, die daraus mehr machen könnten als Conzzeta.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.