Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Die Geschichte
Unternehmen / Konsum

Coop: Wirtschaft kommt vor Idealen

Wie aus einem losen Verein von Konsumgenossenschaften der grösste, mächtigste Detailhandelskonzern der Schweiz wird.

Das Revolutionsjahr 1968 stürzt alte Glaubenssätze und bringt ­Institutionen ins Wanken. Auch der Verband Schweizerischer Konsumvereine erfährt seine bis anhin tiefgreifendste Umwälzung. Die Ansammlung betulicher Kleingenossenschaften entwickelt sich zu Coop, dem grössten Detailhandelskonzern der Schweiz. Dieser sieht sich heute wieder einer internen Revolutionsbewegung gegenüber.

Die Geschichte beginnt zeitgleich mit der industriellen Revolution. Um nicht Wu­cherpreisen ausgeliefert zu sein, schliessen sich Arbeiter zu Konsum­genossenschaften zusammen. Die Idee: die Nachfrage bündeln, um den Produzenten grosse Warenmenge zu günstigeren Preisen abzukaufen. In der Schweiz wird der erste Konsumverein 1851 in Zürich gegründet. Unter Karl Bürkli wird er zu einer frühsozialistischen Parteiorganisation. Aber auch Bürgerliche und Unternehmer gründen Konsumvereine. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?