Märkte / Makro

Corona-Virus wirft Schatten auf Chinas Wirtschaft

Der chinesische Servicesektor muss erhebliche Umsatzeinbussen hinnehmen. Gleichzeitig hat die Regierung ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel gesetzt.

Der Ausbruch einer bisher unbekannten Lungenkrankheit in der zentralchinesischen Metropole Wuhan kommt für die weltweit zweitgrösste Volkswirtschaft zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Soeben ist im sino-amerikanischen Handelsstreit mit der Unterzeichnung eines Teilabkommens eine Waffenruhe eingetreten. Fast zeitgleich haben sich Hunderte Millionen Chinesen für die eine Woche dauernde Feier des am Samstag beginnenden chinesischen Neujahrs bereit gemacht.

In dieser Festtagsperiode sind Chinesen besonders ausgabefreudig, was der Wirtschaft Anfang Jahr üblicherweise mächtigen Rückenwind verleiht. Doch mit der täglich wachsenden Zahl von Ansteckungen mit dem neuartigen Corona-Virus nehmen die wirtschaftlichen Unwägbarkeiten fast stündlich zu. «Die negativen ökonomischen Folgen sollten nicht unterschätzt werden», heisst es in einem Kommentar des japanischen   Finanzhauses Nomura. Diese Einschätzung scheinen auch die chinesischen Börsen zu teilen, die feiertagsbedingt für sechs Tage geschlossen bleiben. Der CSI-300-Index hat von Montag bis Donnerstag um 5% nachgegeben.

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