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Coronakrise führt zu rasantem Anstieg der Kartenzahlungen

Die Schweizer Bevölkerung hat während der Coronakrise 41% weniger Bargeldzahlungen getätigt als im Vorjahr.

(AWP) Das Zahlungsverhalten in der Schweiz hat sich als Folge der Coronakrise grundlegend verändert. Schweizerinnen und Schweizer haben laut einer Umfrage der Boston Consulting Group im ersten Monat nach dem Lockdown 41% weniger Bargeldzahlungen getätigt als im Vorjahr. Dafür haben sie 16% häufiger mit der Karte bezahlt.

Weitere 8% der Befragten gaben zudem an, während der Hochphase von Corona zum ersten Mal E-Banking benutzt zu haben, wie das Beratungsunternehmen am Mittwoch mitteilte. Gut ein Fünftel will zudem zukünftig weniger häufig oder gar nie mehr eine Bankfiliale aufzusuchen.

Digitalbanken geniessen kaum Vertrauen

Während sich Bankkunden in der Schweiz mit ihrem Zahlungsverhalten eher fortschrittlich zeigen, bleiben Sie bei der Wahl ihrer Bank lieber beim Bewährten. Im Bankenland Schweiz wird den traditionellen Finanzhäusern weit mehr Vertrauen entgegengebracht als ihren digitalen Pendants.

Laut der Umfrage wähnt mit 55% über die Hälfte der Befragten ihr Geld bei einer klassischen Bank am sichersten. Den Digitalbanken würden indes nur 18% vertrauen. Dies sei der niedrigste Wert unter den Befragten aller Länder.

Die Umfrage wurde den Angaben nach unter 11’600 Personen in 30 Ländern, davon 514 in der Schweiz, durchgeführt. Die Befragung fand im Zeitraum vom 18. Mai bis 10. Juni statt. Also (ALSN 244 2.95%) ungefähr im ersten Monat nach dem Ende des «Lockdown» in der Schweiz.

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