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Unternehmen / Schweiz

Credit Suisse gesucht

Die Aktien der Grossbank haben nach diversen Heraufstufungen und Wiederaufnahmen durch Analysten kräftig zugelegt.

(AWP/SPU) Die Aktien der Credit Suisse (CSGN 14.38 0.49%) haben sich am Montag deutlich vom ebenfalls positiv gestimmten SMI-Feld abgehoben. Die Valoren der Grossbank eröffneten 2,3% im Plus und verzeichnen weitere Avancen von zwischenzeitlich bis zu 3,7%. Mit einem Gewinn von 3,4% waren die Titel heute die stärkten Valoren im SMI (SMI 8874.35 -0.79%). Hintergrund der Gewinne waren diverse Aufstufungen und Wiederaufnahmen durch Analysten. Hier eine Übersicht, was die Beobachter von den CS-Papieren halten:

Morgan Stanley: «Overweight», Ziel 16 Fr.

Morgan Stanley (MS 45.39 0.67%) nimmt die Bewertung für Credit Suisse nach der erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung mit «Overweight» und einem Kursziel von 16 Fr. wieder auf. Davor hatte Analystin Magdalena Stoklosa bei gleicher Einstufung noch ein Kursziel von 18,50 Fr. für die Papiere. Die Grossbank habe sich klar zu Kostensenkungen bekannt und wolle auch weiterhin jene Kosten reduzieren, die im nicht-Kerngeschäft anfallen. Grundsätzlich sehe sie die Bank als eine der besten Restrukturierungsgeschichten innerhalb Europas.

Deutsche Bank: «Buy», Ziel 15 Fr.

Deutsche Bank (DBK 14.1 -0.07%) erhöht das Rating für CS auf «Buy» von «Hold», senkt aber das Kursziel auf 15 von 16 Fr. Nach der Kapitalerhöhung über 4,1 Mrd. Fr. seien nun Fragen bezüglich der Kapitalisierung vom Tisch, schreibt Analyst Kinner Lakhani. Zudem bestünden erste Anzeichen einer positiven Dynamik in der internationalen Vermögensverwaltung sowie in Asien/Pazifik. Der Leistungsausweis im Kostenmanagement für 2016 sei gut und damit steige auch die Zuversicht, dass die Credit Suisse ihre Zielsetzungen erreichen könne.

Citigroup: «Buy», Ziel 19 Fr.

Citigroup (C 66.58 -0.03%) nimmt die Bewertung für Credit Suisse nach der mittlerweile durchgeführten Kapitalerhöhung mit «Buy» und einem Kursziel von 19 Fr. wieder auf. Unter den Schweizer Banken sei die CS sein bevorzugtes Haus, schreibt Analyst Andrew Coombs. Die Zahlen zum ersten Quartal hätten ein starkes Momentum aufgewiesen, vor allem bei den geplanten Kostenreduzierzungen. Aber auch das Wachstum in der Vermögensverwaltung in der Region APAC habe positiv überrascht. Zudem habe die Kapitalerhöhung die CET1-Kapitalquote auf 13,4% verbessert. Damit liege die CS über Plan.

Vontobel: «Hold», Ziel 13.50 Fr.

Vontobel (VONN 61.95 0.65%) nimmt die Bewertung für die Credit Suisse-Aktien nach dem Ablauf der Blackout-Periode mit «Hold» und einem Kursziel von 13,50 Fr. wieder auf. Infolge der Kapitalerhöhung würden die Gewinnschätzungen aufgrund der höheren Anzahl Aktien nach unten angepasst, schreibt Analyst Andreas Venditti. Auf den ersten Blick sehe die aktuelle Bewertung unterhalb des Buchwerts attraktiv aus. Er gehe aber davon aus, dass die CS auf absehbare Zeit nicht in der Lage sei, ihre Kapitalkosten zu verdienen, was den Abschlag rechtfertige. Die Dividendenpolitik für 2017 sei zwar klar, darüber hinaus bestünden aber diesbezüglich Unsicherheiten.

ZKB: «Übergewichten», erwartete Relativperformance von 8%

Auch ZKB nimmt die Bewertung für Credit Suisse mit «Übergewichten» wieder auf. Die Kapitalerhöhung verzögere die Erholung der Eigenkapitalrendite (RoE) um ein halbes Jahr, stoppe sie aber nicht, schreibt Analyst Javier Lodeiro. Die Schätzungen für die Dividende des Geschäftsjahres 2017 werde auf 0,30 Fr. von 0,70 Fr. je Aktie angepasst, weil die Gruppe keine Wahldividende mehr anbieten wolle, um eine weitere Verwässerung zu vermeiden. Die anvisierten Kostensenkungen sollten sich aber deutlich auf die Gewinnentwicklung auswirken und ab 2018 dürfte sich die Ausschüttungsquote wieder erhöhen, so der Experte.

Kepler Cheuvreux: «Buy», Ziel 15.60 Fr.

Kepler Cheuvreux sieht die Aktien der CS bei 15.60 Fr. und empfiehlt sie bei der Wiederaufnahme zum Kauf. Der Analyst schreibt, die Rückschläge bei der Transformation der Grossbank hat sie in eine wahre Midlife-Crisis geführt. Nehmen die Aktien der CS jetzt also endlich Fahrt auf? «Schwer zu sagen, aber sie sind so günstig, dass es nun auch nicht mehr darauf ankommt», heisst es. 20% Kurszuwachs seien möglich. Die Aktien handeln 34% unter dem Kurs-Buchwert-Verhältnis der UBS (UBSG 16.23 -0.43%), führt der Analyst von Kepler Cheuvreux aus.