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Credit Suisse baut in New York ab

Im Nachgang der Verluste wegen dem Hedge Fund Archegos schliesst die Grossbank eine Einheit und streicht Stellen in der Finanzmetropole.

Credit Suisse (CSGN 5.21 -4.09%) streicht neunundsechzig Stellen in New York City. Das geht aus Unterlagen hervor, die die Grossbank beim Arbeitsdepartement des Bundesstaats New York eingereicht hat. Zuerst hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet.

Der Jobabbau der Grossbank, der am 6. März vollzogen werden soll, geschieht im Zuge des Abbaus ihrer Einheit namens Prime Services. Diese soll laut den Unterlagen per 1. August geschlossen werden.

In Prime Services bediente Credit Suisse bis anhin Grosskunden beim Aktienhandel. Hier fiel die Grossbank im vergangenen Jahr auf Bill Hwang und seinen Hedge Fund Archegos herein. Das Debakel verursachte der Bank historische Verluste von über 5 Mrd. Fr. 

Im Nachgang gelobte der neue Verwaltungsratspräsident von CS, António Horta-Osório, aufzuräumen und die Verantwortungs- und Risikokultur auf Vordermann zu bringen. Unter anderem kündigte die Bank im vergangenen November die Schliessung des Prime-Services-Geschäfts an.

Doch Horta-Osório steht seit mehrmaligem Verstoss gegen Quarantänepflichten nun selbst in der Kritik, wodurch fraglich wird, ob es ihm gelingen wird, die Bank wieder auf ein solides Fundament zu stellen.