Unternehmen / Finanz

Credit Suisse dribbelt sich durch

Die Bankführung verzichtet an der GV auf die Abstimmung über eine vollumfängliche Entlastung der Geschäftsleitung. Ethos fordert Sonderprüfung.

Um den Druck der Investoren auf Credit Suisse abzuschwächen, hat der Verwaltungsrat unter der Leitung von Präsident Axel Lehmann die Traktandenliste für die Generalversammlung optimiert.

Dreizehn Monate nach dem Zusammenbruch der Greensill-Lieferkettenfonds, von dem tausend Fondsanleger mit Vermögenswerten von 10 Mrd. $ betroffen waren, ist das Thema immer noch brisant, und den von der Anwaltskanzlei Walder Wyss und dem Beratungsunternehmen Deloitte verfassten Bericht hält CS unter Verschluss.

Nun wird die Angelegenheit aus der Abstimmung über die Entlastung (Décharge) der Unternehmensführung ausgeklammert. Wie aus der diese Woche veröffentlichten Einladung zur Generalversammlung vom 29. April  hervorgeht, beantragt die Bank die Entlastung der Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung für die Geschäftsjahre 2020 und 2021.

Haftungsrelevantes ausschliessen

Aufgrund der Archegos-Verluste und der Greensill-Angelegenheit hatte der Verwaltungsrat vor einem Jahr seinen Antrag auf Entlastung für das Geschäftsjahr 2020 von der Tagesordnung der Generalversammlung 2021 zurückgenommen. Nun sollen die Aktionäre die Entlastung gewähren. Ausgenommen bleiben sollen jedoch Themen mit Bezug zum Fall Greensill. Der Archegos-Bericht, der schockierende Fehler aufzeigt, wurde letzten Sommer veröffentlicht.

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