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Credit Suisse drohen Hypothekarklagen in den USA

Laut Medien könnte mindestens ein Dutzend US-Investoren die Grossbank im Zusammenhang mit der Immobilienkrise verklagen.

(AWP) Der Credit Suisse (CSGN 12.995 0.81%) drohen Klagen von US-Investoren im Zusammenhang mit der Immobilienkrise in den Jahren 2008/2009. Dokumente zufolge würden sich die Klagen auf eine Summe von 1,4 Mrd. $ belaufen, rechnete die Financial Times vor (Ausgabe vom 7. Oktober). Für Rechtsfälle zurückgestellt habe die Bank per Ende 2018 aber nur 681 Mio. $.

Auch lange nachdem die Grossbank sich mit dem US-Justizministerium auf eine Strafzahlung im Zusammenhang mit der Subprime-Krise in der Höhe von 5,3 Mrd. $ geeinigt hatte, drohten Klagen von mindestens einem Duzend US-Investoren, so die Zeitung weiter. Die Behandlung einer ersten Klage sei bereits auf den kommenden Januar am New Yorker Supreme-Gericht terminiert. Bei den Klägern handle es sich um drei Trusts, hinter denen Hedgefonds wie Fir Tree, stehen würden.

Die Credit Suisse weist in einer Stellungnahme gegenüber AWP Anschuldigungen, Investoren im Zusammenhang mit hypothekenbesicherten Wertpapieren betrogen zu haben, jedoch entschieden zurück. «Unsere Sorgfaltspflichten und die Offenlegung des Anlegerrisikos entsprachen oder übertrafen die Industriestandards im Bereich RMBS. Verluste von Investoren sind nicht durch ein Fehlverhalten der Bank, sondern durch den Niedergang des Immobilienmarkts und den allgemeinen wirtschaftlichen Abschwung entstanden», schreibt das Institut.

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