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Credit Suisse droht neuer Ärger in den USA

Anwaltskanzleien in den USA haben eine Sammelklage im Namen von Aktionären eingereicht. Die Grossbank weist die Vorwürfe zurück.

(AWP) Die Grossbank Credit Suisse (CSGN 13.15 -1.17%) hat Vorwürfe zurückgewiesen, US-Investoren nicht vorschriftsgemäss über Kursrisiken informiert zu haben. «Diese Ansprüche sind nicht fundiert und ohne jede Grundlage», teilte die CS am Montag mit. In den USA trommeln Anwaltskanzleien schon länger Anleger zusammen, die sich von dem Geldhaus geprellt fühlen.

Die Credit Suisse wird beschuldigt, Investoren über bestimmte finanzielle Risiken getäuscht zu haben, die zu hohen Abschreibungen führten. Die Kläger fordern Entschädigung für erlittene Kursverluste. Ob die entsprechende Sammelklage beim zuständigen Gericht in New York zugelassen wird, ist unklar.

Bei dem US-Verfahren geht es um Aktien-Hinterlegungsscheine (American Depositary Receipts, ADR), die eine Alternative zum Handel von ausländischen Unternehmen am US-Kapitalmarkt darstellen. In der «SonntagsZeitung» kündigte jedoch ein Anwalt einer Liechtensteiner Kanzlei Klagen auch im Namen von Aktionären in Europa an. «Wir werden demnächst einen Aufruf an Credit-Suisse-Anleger starten», sagte der Jurist dem Blatt. Die Bank zeigte sich unbeeindruckt. Die Aufsichtsbehörden hätten alle Überprüfungen in dem Fall ohne Folgen eingestellt, hiess es von der CS.

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