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Credit Suisse friert Boni-Pool auf Vorjahresniveau ein

Die Grossbank soll einem Medienbericht zufolge den für Bonuszahlungen zur Verfügung stehenden Betrag von rund 3,2 Mrd. Fr. eingefroren haben.

(AWP) Die Credit Suisse (CSGN 11.725 -0.8%) hat einem Medienbericht zufolge den Pool für Bonuszahlungen auf dem Niveau des Vorjahres von rund 3,2 Mrd. Fr. eingefroren. Dabei gehe es darum, die Vergütung für Mitarbeiter und die Ausschüttungen an die Aktionäre auszubalancieren, schreibt die «Financial Times» am Donnerstag unter Berufung auf Personen mit Kenntnis über die Entscheidung. Gleichzeitig würde jedoch das Top-Management in den Genuss von Gehaltserhöhungen im zweistelligen Millionenbereich kommen.

Ein Sprecher wollte den Bericht der Zeitung gegenüber der Nachrichtenagentur AWP nicht kommentieren. Er verwies lediglich auf den Vergütungsbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr, der am 22. März veröffentlicht werden soll.

CS-Konzernchef Tidjane Thiam und sein Team hatten in der Vergangenheit auf Druck von Grossaktionären auf einen Teil ihrer Boni verzichtet, nachdem es bei der Bank drei Jahre in Folge wegen verschiedener Sonderfaktoren zu Milliardenverlusten gekommen war. Für 2018 dürfte nun endlich wieder ein Gewinn verzeichnet worden sein.

Die Bank steht auch wegen der schwachen Performance des Aktienkurses in der Kritik: Dieser gab im vergangenen Jahr fast 40% nach.

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