Unternehmen / Finanz

Credit Suisse im perfekten Sturm

Präsident Rohner tritt ab. Seine Bank ist wieder im Visier der USA, wo der Fall Archegos zu regulatorischen Änderungen führen könnte. UBS drängt ihre Kunden zu mehr Transparenz.

Es ist ein Abgang in Schande. An der morgigen Generalversammlung tritt Urs Rohner nach zehn Jahren als Präsident von Credit Suisse zurück. Unter ihm hat die Grossbank Verluste eingefahren, hohe Bussen gezahlt, eine meist miserable Eigenkapitalrendite geliefert, was sich in einem Aktienkurs spiegelt, der nahe dem absoluten Tief handelt. Dazu kamen Skandale und Rechtsfälle – für die die Bank wohl noch lange zahlen wird.

Rund um den Kollaps des Hegde-Fund-Kunden Archegos im ersten Quartal wird CS wohl rund 5 Mrd. Fr. verpulvert haben. Das vorangegangene Debakel mit ihren Greensill-Fonds hat CS bereits zwei Klagen in den USA eingebracht, weitere sind in Vorbereitung. Dann kam es diese Woche noch schlimmer. Laut «Financial Times» (FT) werfen Mitglieder des US-Senats der Bank vor, auch nach Einigung und Schuldeingeständnis im Steuerstreit weiter US-Bürgern dabei geholfen zu haben, Steuern zu hinterziehen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Hans Geisser 29.04.2021 - 16:32

Ja die grossbanken predigen von der kanzel runter man solle kein klumpen risiko machen .. und was machen sie selber… und der kleine aktionär muss die suppe ausessen die versalzen ist . Hans geisser

Ulrich Bollmann 29.04.2021 - 17:38

Rohner wird keine schlaflosen Nächte haben. Im Gegensatz zur CS ist er persönlich bereits saniert.