Unternehmen / Finanz

Credit Suisse in der Misere

Analyse | Die finanzielle Flexibilität der Bank ist infolge der Debakel bei Greensill und Archegos stark eingeschränkt. FuW skizziert mögliche strategische Stossrichtungen des neuen CS-VR-Präsidenten.

Als António Horta-Osório im vergangenen Dezember zum Verwaltungsratspräsidenten der Credit Suisse (CS) designiert wurde, strotzte die Bank vor Zuversicht. «Dank unseres widerstandsfähigen diversifizierten Geschäftsmodells können wir weiterhin Kapital generieren», stand im Geschäftsbericht. Heute, nach Greensill und Archegos, ist diese Zuversicht weg. Man zweifelt an der Positionierung «als ein führender Vermögensverwalter mit ausgeprägten Kompetenzen im globalen In​vestment Banking und starker Präsenz im Heimmarkt Schweiz».

Die Bank droht die aufwendig geführte Kapitalvernichtungsmaschine zu bleiben, die sie jahrelang war. Von 2014 bis 2020 ist ihr materielles Eigenkapital von 35 auf lediglich 38 Mrd. Fr. gestiegen, obwohl die Aktionäre im selben Zeitraum 10 Mrd. Fr. an frischem Kapital eingeschossen haben. Vor zehn Jahren zahlte sie 1.30 Fr. Dividende, für 2020 werden es 10 Rappen sein. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.
Peter Zbinden 11.04.2021 - 23:19

Die Erfahrung mit Individuen wie Korporationen der Menschheit lehrt: Es gibt auch die ewig Unverbesserlichen. Dass die CS zu dieser Sorte gehört, ist nach den Geschehnissen der letzten Jahrzehnte leider sehr wahrscheinlich.