Unternehmen / Finanz

Grosser Abschreiber vermiest CS das vierte Quartal

Analyse | Die Grossbank muss wegen einer problembehafteten Hedge-Funds-Beteiligung 450 Mio. $ an Wert berichtigen.

Hedge Funds leiden. Seit Jahren hat die Branche mit Performanceproblemen zu kämpfen. Das bekommt nun auch Credit Suisse durch eine ihrer Beteiligungen zu spüren.

Der alternative Asset-Manager York Capital Management schliesst sein Hedge-Funds-Geschäft in Europa, spaltet selbiges in Asien ab und strukturiert in den USA um. York, gegründet von Milliardär Jamie Dinan, konzentriert sich primär auf Private Equity, Private Debt und kredit­besicherte Verbriefungen. Das hat eine happige Wertminderung Yorks zur Konsequenz und trifft auch Credit Suisse.

Die Grossbank, die an der nichtkotierten York einen nicht bezifferten Anteil hält, muss darauf im laufenden vierten Quartal rund 450 Mio. $ abschreiben, wie sie am Dienstag mitgeteilt hat. Dadurch werde sich die harte Kernkapitalquote (CET1) voraussichtlich rund 7 Basispunkte reduzieren. Die Quote dürfte sich allerdings bei 13% halten, die Dividende und das Aktienrückkaufprogramm für 2020 und 2021 seien nicht in Gefahr, wie CS mitteilt. Auch an den verwalteten Vermögen im CS-Asset-Management von 483 Mrd. Fr. macht York nur rund 1% aus. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?