Unternehmen / Finanz

Credit Suisse steht zu ihrer Dividende

Analyse | Die Bank hat zwar ein Rentabilitätsproblem, zeigt aber zum dritten Quartal Kapitalstärke. Sie will deshalb die sistierte Dividendenpolitik wieder aufnehmen.

Mit einer Rendite auf dem materiellen Eigenkapital (Eigenkapital nach Abzug des Goodwills) von 5,4% und einem Reingewinn von 546 Mio. Fr. (–38%) im dritten Quartal lockt man als Grossbank keinen hinter dem Ofen hervor. Das Renditeziel von 10 bis 12% bleibt gemäss Credit Suisse bestehen und soll «mittelfristig» erreicht werden. Die Aktien verloren nach Bekanntgabe der Quartalsresultate am Donnerstag zunehmend an Wert. Bis zum frühen Nachmittag büssten sie zeitweise über 6% ein.

Zweite Hälfte im Herbst

An der telefonischen Medienkonferenz lenkte CEO Thomas Gottstein die Aufmerksamkeit auf die Dividende. Das Ausschüttungsverbot sei der Grund, weshalb Bankaktien sich unterdurchschnittlich entwickelt hätten, argumentierte er. Auf Geheiss der Finanzmarktaufsichtsbehörde Finma, die die Banken wegen der Coronakrise zu besonderer Vorsicht drängte, sistierte Credit Suisse im März das Aktienrückkaufprogramm. Es umfasst in diesem Jahr nur 325 Mio. Fr. statt wie geplant 1 Mrd. Fr. Auf Druck des Regulators halbierte die CS im Frühling ausserdem den Dividendenantrag auf knapp 14 Rappen und schüttete nur 358 Mio. Fr. aus. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

Leser-Kommentare