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Credit Suisse verschärft Finanzierungsbedingungen für Hedge Funds

Laut einem Medienbericht wechselt die Grossbank nach dem Archegos-Debakel von «statischen» zu «dynamischen» Margenanforderungen.

(AWP) Die Credit Suisse (CSGN 9.25 -0.52%) verschärft nach dem Archegos-Debakel offenbar die Finanzierungsbedingungen für Hedgefonds und Family Offices. Die Grossbank habe Kunden kontaktiert, um ihnen restriktivere Margenanforderungen bei Swap-Geschäften anzukündigen, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag.

So wechsle die Credit Suisse nun von «statischen» zu «dynamischen» Margenanforderungen, schreibt Bloomberg unter Berufung auf Insider. Das könne dazu führen, dass Kunden für ihre Geschäfte mehr Sicherheiten hinterlegen müssten und auch die Profitabilität einiger Geschäfte geringer werde. Eine CS-Sprecherin wollte die Meldung gegenüber Bloomberg nicht kommentieren.

Der Hedgefonds Archegos des US-Investors Bill Hwang war Ende März zusammengebrochen, nachdem dieser Margenanforderungen für seine Swap-Geschäfte nicht mehr erfüllen konnte. Die CS musste in der Folge eine Belastung von 4,4 Mrd. Fr. verbuchen und ist im ersten Quartal in die roten Zahlen gefallen. Auch weitere Banken erlitten wegen der Archegos-Pleite grosse Verluste.

Unterdessen verteidigte der frühere CS-CEO Brady Dougan die Schweizer Grossbank in einem Interview mit «Bloomberg TV». Die Credit Suisse habe ein «grossartiges Geschäft und viele grossartige Leute», sagte er. Nachdem die Grossbank die Finanzkrise als eine der besten Banken bewältigt habe, sei auch im Risikomanagement noch eine gute DNS vorhanden, so der Manager, der die CS von 2007 bis 2015 geführt hatte.

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