Unternehmen / Finanz

Fortschritt der CS steht auf tönernen Füssen

Analyse | Die Grossbank überrascht mit einem Drittquartalsgewinn. Doch die Ergebnisse entpuppen sich als wenig robust. Die Aktie knickt erneut ein.

Credit Suisse übertrifft die Erwartungen klar – und der Aktienkurs taucht. Was ist schiefgelaufen? CEO Tidjane Thiam erklärt die Kursentwicklung mit Gewinnmitnahmen: Seit der Präsentation des Halbjahresresultats habe die CS-Aktie 25% an Wert zugelegt. Die Ankeraktionäre der Credit Suisse hätten zugekauft; kurzfristig interessierte Anleger hätten nun Gewinne mitgenommen. Die CS-Titel verloren am Präsentationstag 7%, und die Talfahrt dauerte am Freitag an.

Diesen Kursrücksetzer kann man auch anders interpretieren: Dass Credit Suisse statt wie erwartet einen Vorsteuerverlust von fast 200 Mio. einen Vorsteuergewinn von 222 Mio. Fr. geschrieben hat, ist nicht einem besonders guten Geschäftsgang zu verdanken. Grund war ein Zusatzgewinn aus dem Verkauf des Leuenhof-Gebäudes am Paradeplatz. Das brachte ein Plus von 346 Mio. Fr. Dass den Aktionären dennoch ein bloss mickriger Quartalsgewinn von 41 Mio. Fr. bleibt, liegt an einer hohen Steuerbelastung – gerade auch wegen des Immobilienverkaufs.

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