Unternehmen / Finanz

Credit Suisse weiter im Abwärtssog

Die Grossbank schreibt Verlust und trennt sich von altgedienten Managern. Das Aktionariat verweigert der CS-Führung die Decharge.

 

Seit letzter Woche ist bekannt, dass die kriselnde Grossbank auch für das erste Quartal rote Zahlen schreiben muss. Nicht nur die angekündigten Rückstellungen für Rechtsfälle bringen Verlust, auch die Vermögensverwaltung und das Investmentbanking – die Kerngeschäfte der CS – haben sich stark verlangsamt. Langjährige Spitzenkräfte wie Chefjurist Romeo Cerutti, Finanzchef David Mathers und der Leiter der Asien-Pazifik-Region, Helman Sitohang, werden wie gemutmasst ersetzt.

Den Markt vermochten diese Personalwechsel aber nicht zu besänftigen. Die CS-Aktien verloren weiter und notieren tiefer als beim Coronaeinbruch im März 2020. Dass das Aktionariat kein Vertrauen in die Bankführung hat, zeigte sich auch an der Generalversammlung am Freitag. Sogar unter Ausklammerung des Greensill-Falls wurde Geschäftsleitung und Verwaltungsrat die Decharge für das Geschäftsjahr 2020 mit knapp 60% der Stimmen verwehrt.

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Leser-Kommentare

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Markus Fischer 27.04.2022 - 12:57
Der Quartalsabschluss der CS ist wie der letztjährige Jahresabschluss katastrophal, trotzdem spricht CEO Gottstein von einer gut aufgestellten Bank bei einer Börsenkapitalisierung von nicht einmal mehr 18 Mrd. Franken. Das unter seiner Führung angerichtete Desaster scheint ihm gar nicht bewusst zu sein, seine Einschätzung Mitte März die CS sei solide gestartet, unterstützt diese These, denn es war eine totale Fehleinschätzung.… Weiterlesen »