Unternehmen / Finanz

Platter Optimismus von Credit Suisse

Analyse | Die Grossbank verbreitet am Investorentag Zuversicht. Doch die Aussichten sind eingetrübt. Konkrete Ambitionen werden praktisch keine formuliert.

«Die Restrukturierung nähert sich dem Abschluss.» Diese Botschaft verkündete Credit-Suisse-CEO Tidjane Thiam heute am Investorentag in London. Tatsächlich hat das Sparen und Kündigungen Schreiben ein Ende. Der bereinigte Geschäftsaufwand bleibt unter 17 Mrd. Fr. im Jahr.

Für die Aktionäre sollen die Resultate der Restrukturierung «mit der Kapitalrückführung und einem steigenden materiellen Buchwert pro Aktie greifbar werden». Wer jetzt CS-Aktien kauft, tut dies weniger wegen überzeugender detaillierter Wachstumsprognosen, sondern aufgrund der Ausschüttung von überschüssigem Kapital.

Mit Aktienrückkauf punkten

Der Aktienrückkauf ist ein wichtiges Zeichen für eine dank besserer Kapitalausstattung wiedergewonnene Bewegungsfreiheit. Denn erst im Juni 2017 musste die Bank bei den Investoren über 4 Mrd. Fr. frisches Kapital holen.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare

Roberto Binswanger 12.12.2018 - 16:47

Die Credit Suisse hat derart viele Kapitalerhöhungen hinter sich, dass es jetzt sicher sinnvoll ist, die Zahl der Aktien wieder etwas zu reduzieren und Aktien zurückzukaufen (und Gewinne zu verdichten). Bei gegenwärtigen niedrigen Aktienkurs macht der Rückkauf von Aktien ohnehin Sinn.

Markus Fischer 12.12.2018 - 18:43
Als frustrierter Aktionär mit immensen Verlusten begreife ich nicht, wieso die Vergütungen (insbesondere Topmanagement) nicht um ca. 1 Mrd. gekürzt werden, denn der Leistungsausweis (auch verglichen mit der UBS) ist schlichtweg enttäuschend im Jahre 2018! Dadurch wäre der Gewinn höher, die Dividende könnte stärker angehoben werden, was auch den ultratiefen Aktienkurs stimulieren würde! Mit einem eigenen Engagement (Kauf Aktien) kann… Weiterlesen »