Unternehmen / Finanz

Credit Suisse wurstelt weiter

Analyse | Die Grossbank verzichtet auf den strategischen Befreiungsschlag. Den Aktien fehlen die Impulse.

Es hatte sich herumgesprochen, dass die Credit Suisse (CS) keinen grossen Wurf parat hat. So kam es. An ihrem ersten gemeinsamen Investorentag setzte das Führungstandem bestehend aus VR-Präsident António Horta-Osório und CEO Thomas Gottstein auf «more of the same», wenn auch mit einigen Akzentverschiebungen. Die Hoffnung einiger, die Investmentbank oder das Asset Management könnten ausgegliedert werden, ist vorerst gestorben. Nicht einmal neue Köpfe oder Zuständigkeiten wurden vorgestellt.

Entsprechend schwach zeigten sich heute die CS-Aktien, die in diesem Jahr mit einem Minus von fast einem Fünftel zu den Schlusslichtern des SMI gehören. Gemäss Horta-Osório ist die nach den Debakeln um die Greensill-Fonds und dem Zusammenbruch von Archegos erfolgte Risiko-Prüfung abgeschlossen. Es beginne eine «neue Phase», und jeder CS-Angestellte sei ab jetzt ein «Risikomanager», sagte er. Die künftige strategische Stossrichtung war indes schon vor dem Investorentag klar: Risikoprofil und -kontrollen verbessern, zudem sollen die einzelnen Geschäftsbereiche – wie bei der UBS – noch stärker der Vermögensverwaltung zuarbeiten.

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Leser-Kommentare

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John Fineron 04.11.2021 - 07:57

I view this as good news for CS. Better risk-management was well overdue. The new organisation should improve performance going forward.

Roland Waibel 04.11.2021 - 11:12

“More of the same”

Peter Wigant Wigant 05.11.2021 - 07:09

Ich wünsche Horta-Osório und Thomas Gottstein viel Glück; sie werden es brauchen. Wie weit hat sich doch die heutige CS von der Bank entfernt die sie gerne wäre. PW